Fachwissen

Was bedeutet Palliative Care?

Palliative Care umfasst die Behandlung und Betreuung von Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden.

Bei Patientinnen und Patienten mit einer chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankung geht es vorrangig nicht mehr darum, die Krankheit zu bekämpfen. Palliative Care will die Lebensqualität von Menschen in ihrer letzten Lebensphase und die ihrer Angehörigen verbessern und erhalten.

Für uns steht der individuelle Mensch im Zentrum, mit seinem Recht auf Mitsprache und Selbstbestimmung, und mit seiner Würde. Wir kümmern uns um seine körperlichen Belange, wie auch um die psychischen, sozialen und spirituellen Aspekte. Dabei beziehen wir Angehörige und Bezugspersonen mit ein.

An der Behandlung beteiligt sind neben Medizinern und Pflegenden Fachleute für Physiotherapie, Psychologie, Schmerztherapie und Ernährung. Unterstützt werden sie vom Sozialdienst, von der Seelsorge und freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Nationale Leitlinien Palliative Care (PDF)

Was ist unser Auftrag?

Das Bundesamt für Gesundheit unterscheidet in seinen Nationalen Leitlinien für Palliative Care zwischen einer Grundversorgung und einer spezialisierten Palliative Care.

Wir am UniversitätsSpital Zürich betreuen Patientinnen und Patienten, die eine spezialisierte Palliative Care benötigen, weil ihr Krankheitsverlauf komplex ist. Das ist der Fall bei Erkrankten, die an mehreren Symptomen leiden oder deren Symptome auf die übliche Behandlung nicht ansprechen. Oder es sind Personen, bei denen die Situation ein interdisziplinäres Vorgehen erfordert, sowie bei Patienten bei denen eine schwierige Entscheidungsfindung ansteht.

Die Grundversorgung kümmert sich in der Regel eher um Patientinnen und Patienten mit stabilerem Krankheitsverlauf. Sie soll von allen Anbietern im Gesundheitsbereich gewährleistet werden, stationär von Akutspitälern und Pflegeinstitutionen, und ambulant von Hausärzten und Spitex-Diensten.