Spitaleintritt

 Die Patienten werden uns von verschiedenen hausinternen Kliniken zugewiesen, dabei wurden diese teilweise schon im Vorfeld konsiliarisch durch uns mitbetreut. Ebenso ist die Aufnahme von außerhalb möglich (von externen Kliniken oder von zu Hause).

Die Aufnahme auf die Palliativstation erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter, definierter Aufnahmekriterien für spezialisierte Palliative Care in Anlehnung an die Indikationskriterien des Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Der grössere Teil der Palliativpatienten wird im Rahmen der palliativen Grundversorgung weiterhin auf allen Abteilungen unseres Spitals, der andern Spitäler sowie der weiteren stationären und ambulanten Einrichtungen betreut.

Die Hospitalisation auf unserer Palliativstation ist zeitlich begrenzt und dient der Stabilisierung einer schwierigen Situation, der Hilfe bei der weiteren Entscheidungsfindung und der Verbesserung der Lebensqualität. Nach Zielerreichung oder Stabilisierung der Situation wird eine Austrittsplanung notwendig, je nach Zustand und Wunsch des Patienten und seiner betreuenden Angehörigen nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung (Pflegeheim oder Hospiz).

Aufnahmekriterien

Patienten mit Bedarf für spezialisierte Palliative Care können unabhängig von Krankheitsbild und Krankheitsstadium aufgrund folgender Bedürfnisse im Kompetenzzentrum Palliative Care USZ hospitalisiert werden:

• Belastende und komplexe Symptome oder Symptomgruppen
• Verschlechterung oder Instabilität des bereits eingeschränkten Allgemeinzustandes bei fortgeschrittener Erkrankung
• Notwendigkeit der Patienten- und Angehörigenberatung und/oder Schulung (Symptome, Patientenverfügung, Handlungsanweisungen für den Notfall, mitbetroffene Kinder)
• Psychische Störung oder Verletzlichkeit und psychische Krise
• Schwierige Entscheidungsfindung und/oder eingeschränkte Urteilsfähigkeit
• Überlastung der mitbetreuenden Angehörigen
• Fehlende oder ungenügende Unterstützung und ungeklärte weitere Versorgung
• Konflikte bezüglich Behandlungszielen
• Wiederholte Notfallhospitalisationen bei fortgeschrittenem Leiden
• Probleme rund um Lebensbilanz, Lebenssinn, Trauer, Verzweiflung, Verlassenheit, Ärger/Wut, Schuld/Scham, drängende spirituelle oder religiöse Bedürfnisse
Aufnahmekriterien Pyramide

Aufnahmeprozess

Die Aufnahmen finden montags bis freitags von 08.00 – 15.00 Uhr statt. Hierzu findet im Vorfeld ein Übernahmekonsil durch das Team des Kompetenzzentrums Palliative Care statt.

Das Team des KPC entscheidet anhand des Konsils, ob eine Aufnahme möglich ist oder nicht.

Interne Anmeldung

Die USZ interne Anmeldung erfolgt mit einer Konsilanmeldung im KISIM. Die Erstbeurteilung erfolgt interdisziplinär durch den Oberarzt und die Fachexpertin Pflege. Als Grundlage dient die Konsilanmeldung und allenfalls eine Rückfrage beim Behandlungsteam. Basierend darauf wird festgelegt, ob ein Konsil durchgeführt wird und mit welcher zeitlichen Priorität.

Erfolgt ein positiver Entscheid, findet ein gemeinsamer Konsilbesuch des Oberarztes und der Fachexpertin Pflege statt. Dabei ist es wenn immer möglich sinnvoll, wenn neben dem Patienten und allenfalls seinen Angehörigen auch der behandelnde Arzt- und Pflegepersonen zugegen sein können.

Anschliessend entscheiden Oberarzt und die Fachexpertin Pflege des Kompetenzzentrums Palliative Care gemeinsam über eine Aufnahme auf der Palliativstation. Die Rückmeldung erfolgt durch den Oberarzt, der auch den Konsilbericht verfasst.

Externe Anmeldung

Die externe Anmeldung erfolgt schriftlich oder telefonisch via Oberarzt. Dieser entscheidet aufgrund der Anmeldeangaben zusammen mit der Fachexpertin Pflege, ob weitere Abklärungen zur Beurteilung des Patienten notwendig sind.

Der Oberarzt nimmt z.B. Kontakt mit Hausarzt/Heimarzt oder Angehörigen auf. Die Fachexpertin Pflege nimmt Kontakt mit den pflegerischen Institutionen z.B. Spitex/Pflegeheim auf.

Der Entscheid über eine Aufnahme findet gemeinsam durch Oberarzt und Fachexpertin Pflege statt.

Grundsätzlich haben externe Aufnahmen Vorrang vor internen.